Auslandsüberweisungen mit der Sparkasse

Mit dem Begriff Sparkasse sind üblicherweise die öffentlich-rechtlichen Sparkassen angesprochen. Sie werden in der Rechtsform einer Anstalt des öffentlichen Rechts geführt. Kommunale Träger sind Städte, Gemeinden und Landkreise. Zusammengeschlossen sind die Sparkassen im Deutschen Sparkassen- und Giroverband mit Sitz in Bonn sowie Berlin. Alle Sparkassen sind Voll- beziehungsweise Universalbanken nach dem Kreditwesengesetz KWG. Zu ihren Kernaufgaben gehört die Abwicklung des in- und des ausländischen Zahlungsverkehrs.

Eine der bundesweit namhaften und renommierten Sparkassen ist die Fraspa, Frankfurter Sparkasse mit Hauptsitz in Frankfurt am Main. Hier sowie in ihren rund sieben Dutzend Filialen beschäftigt die Fraspa gegen Ende der 2010er-Jahre knapp 2.000 Mitarbeiter. Jede der bundesweiten Sparkassen ist frei in ihrer Gebührengestaltung. Das gilt auch für internationale Geldtransfers. Der Preis-Leistungs-Vergleich über die Kostenarten und Kostenhöhen für Auslandszahlungen ist interessant und aufschlussreich, so wie die Kostenstruktur der Frankfurter Sparkasse.

SEPA-Überweisung ins Ausland so einfach wie Inlandsüberweisungen

Die Abkürzung SEPA steht für das englische Single Euro Payments Area, zu Deutsch „Einheitlicher Europäischer Zahlungsverkehrsraum“. Daran beteiligt sind zurzeit insgesamt 34 Staaten, darunter alle EU-Mitgliedsländer. Bis auf wenige Ausnahmen bei bestimmten Kontomodellen werden bei der Fraspa für SEPA-Überweisungen keine Kosten berechnet. Die SEPA-Überweisung erstreckt sich, zusätzlich zu dem Euro als der Hauptwährung, auf weitere Landeswährungen wie Britisches Pfund, Schweizer Franken, Dänische, Norwegische und Schwedische Krone sowie auf die Währungen von Island, Tschechien, Bulgarien und Rumänien.

Auslandszahlungen mit der Entgeltoption Share

Für Auslands- respektive Fremdwährungszahlungen unterscheiden die Sparkassen in beleghafte sowie in beleglose Überweisungsvorgänge. Als Auslandswährung gilt jede andere als die eigene Kontowährung des Auftraggebers. „SHARE“ ist ein feststehender Begriff für die Kostenregelung. Bei einer SHARE-Zahlung tragen Auftraggeber sowie Zahlungsempfänger die jeweiligen Kosten ihres Bankdienstleisters. Mit dem Jahreswechsel 2017/2018 entfällt die bis dahin alternative „OUR-Regelung“; danach konnte sowohl der Zahlungsempfänger als auch der Überweisende alle anfallenden Kosten übernehmen. Jetzt gilt immer halbe-halbe, oder besser gesagt jeder für sich. Für Auslandszahlungen werden allgemeine Bearbeitungs- oder Buchungskosten sowie Konvertierungsgebühren erhoben. Die jeweilige Gebührenhöhe ist gestaffelt nach der Überweisungssumme.

Dazu einige Zahlenbeispiele der Fraspa:

  • Die Gebühr für den Betrag bis zum Gegenwert von 200 Euro kostet 7 beziehungsweise 10 Euro für eine Online- respektive die beleghafte Überweisung
  • Die Mindest-Konvertierungsgebühr beläuft sich für alle Überweisungsaufträge auf 3 Euro
  • Die Bearbeitungskosten erhöhen sich je nach Überweisungsbetrag bis zu einer auf 750 Euro begrenzten Höchstsumme
  • Die Konvertierungsgebühr ist bei maximal 75 Euro gedeckelt
  • Für die Einrichtung eines grenzüberschreitenden Dauerauftrages werden einmalig 10 Euro berechnet
  • Die Bearbeitung eines Widerrufs nach Ablauf der Widerruffrist kostet für internationale Zahlungen 50 Euro
  • Überweisungen als Zahlungseingang aus den SEPA-Ländern Monaco und Schweiz in der jeweiligen Landeswährung werden mit 8,50 Euro berechnet
  • Zahlungsgutschriften in anderen, also in Auslandswährungen kosten je Buchung 5 Euro zuzüglich mindestens 12,50 bis maximal 100 Euro
  • Die zusätzlich fällige Konvertierungsgebühr beträgt wenigstens 3 Euro und ist auf 75 Euro begrenzt

Fazit

Als Fazit lässt sich festhalten, dass bei Sparkassen, ebenso wie bei allen anderen Kreditinstituten jede einzelne Bankdienstleistung, die nicht automatisiert ist, berechnet wird, und zwar teilweise recht teuer. Grund dafür sind die im internationalen Zahlunsverkehr unumgänglichen Personal- und Verwaltungskosten. Weitestgehend automatisierte und damit kostengünstige Arbeitsvorgänge sind nur innerhalb eines Zahlungs- oder Währungssystems möglich; Beispiele dafür sind die Eurozone sowie der Einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum SEPA. Ein Vergleich für internationale Geldtransfers kann dabei helfen Gebühren zu sparen. Beachten Sie in diesem Zusammenhang bitte unsere früheren Artikel zu den Anbietern Azimo und TransferWise.